Talsperren - Gigantische Betonmauern

Rappbodetalsperre führt die Topten in Deutschland an

Talsperre Rappbode

Während eines Tages der offenen Tür erhielten wir faszinierende Einblicke in das rund zwei Kilometer lange verzweigte Wegenetz innerhalb der 106 m hohen Staumauer. Auf uns wartete ein interessanter Tag, an dem wir uns mit den Geheimnissen der Rappbodetalsperre sowie die mit diesem Talsperrensystem verbundenen Anlagenbereiche wie das Pumpspeicherkraftwerk und die Energieerzeugungsanlagen vertraut machen konnten.


Rappbodetalsperre: Die Staumauer ist 415 m lang und mit einer Höhe von 106 m
Deutschlands größte Talsperre.

Die Rappbodetalsperre:
 - ist 415 Meter lang und mit einer Höhe von 106 Metern Deutschlands größte Talsperre,
 - rund 860 000 Kubikmeter Beton mussten für sie gegossen werden,
 - ist bei Vollstau in der Lage, mehr als 109 Millionen Kubikmeter Wasser anzustauen,
 - ist das Kernstück eines ganzen Talsperrensystems im Ostharz.


Talsperre Wendefurth

Verbunden war dieser Tag der offenen Tür mit der Eröffnung eines Informationsgartens der Stiftung Umwelt und Naturschutz am Fuße der Talsperre Wendefurth. Nach der Besichtigung des ideenreich gestalteten Gartens gingen wir auch in dieser Staumauer auf eigene Faust auf Entdeckungstour. Bauzeit der Staumauer: 1957 - 1966.


Talsperre Wendefurth: Die Mauer ist 43,5 m hoch, der Stauraum beträgt 9,22 Miom³.

Talsperre Neustadt

Bei unserer Wanderung von Neustadt/Harz zum Hufhaus tangieren wir die Talsperre Neustadt, die von 1904-1905 erbaut wurde. Damit ist sie die älteste Talsperre des Harzes sowie des Freistaates Thüringen. Bereits 1922-1923 erfolgte eine Erhöhung der Mauerkrone um 5 m auf 32 m. Von 1998-2000 wurde das Wasserbauwerk einer Generalinstandsetzung  unterzogen.


Talsperre Neustadt/H: Die Mauer ist 32 m hoch, die Kronenlänge beträgt 134 m.
Gesamtstauvermögen 1,25 Mio. Kubikmeter.


Talsperre Kelbra

Um das Helme-Unstrut-Tal vor häufigen Überschwemmungen zu schützen, wurde die Talsperre Kelbra zwischen 1962 und 1966 erbaut. In Betrieb genommen wurde sie 1969. Mit einer Fläche von 600 ha und einem Fassungsvermögen von 35 Millionen m³ ist der Stausee in der Goldenen Aue der größte See der Region. Im Volksmund wird der Stausee als Kyffhäusermeer bezeichnet.


Talsperre Kelbra: Die Höhe des Erddamms beträgt 12,7 Meter.

Die Kronenlänge Hauptdamm= 4.066 Meter, Länge Nebendamm= 3.379 Meter.

Im Bauwerk I befindet sich der Grundablass mit 2 Rohren DN 1000.

Das Bauwerk II ist mit der modernsten Technik zur Steuerung ausgerüstet.

Talsperre Wippra

Gebaut wurde die Talsperre Wippra vom Februar 1951 bis November 1952. Über die Talsperre erfolgte die konstante Versorgung des Mansfeld-Kombinates mit Brauchwasser.  Da die Talsperre nur geringe Hochwasserschutzwirkung hat, sollte bereits 2005 mit dem Bau eines "grünen Hochwasser-Schutzbeckens" begonnen werden. Die Planungen liegen  vor.


Talsperre Wippra: Höhe: 24,90 m; Kronenlänge: 126 m;
 Seit April 2011 kann man den Kopf der Staumauer betreten.

Eckertalsperre

Die Eckertalsperre liegt direkt unterhalb des Brockenmassivs. Sie ist mit 545 m über NN die höchstgelegene und gleichzeitig die kleinste Talsperre im Harz. Die gut 235 m lange und knapp 60 m hohe Staumauer wurde 1943 fertig gestellt. Hier stauen sich bis zu 13 Millionen m³ Wasser.


Die Besonderheit der Eckertalsperre - Direkt durch den Stausee und die Staumauer zieht sich die Grenze von Sachsen-Anhalt zu Niedersachsen. Vor der politischen Wende war hier die Zonengrenze. Davon zeugt heute noch ein Grenzpfeiler der ehemaligen DDR mitten auf der Staumauer.
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