Thale - Sagenhafte NaturkulisseRosstrappe - Bodetal - HexentanzplatzDie Roßtrappe - Ein gewaltiger Granitfelsen Vom Parkplatz auf der Roßtrappe ist es nur ein kurzer Weg zum sagenumwobenen Hufabdruck des Riesenrosses der Prinzessin Brunhilde. Es ist auf einer Art Felsenkanzel, die direkte Einblicke in das Bodetal ermöglicht. Die schroffen Granitwände fallen senkrecht ins Tal. Von hier hat man einen herrlichen Blick ins zerklüftete Bodetal. Gegenüber befindet sich fast in Rufweite der Hexentanzplatz, das Ziel unserer heutigen Wanderung.
Unweit der Aussichtsplattform auf der Roßtrappe beginnt die Schurre - ein sehr abschüssiger Pfad der sich an den Felshang schmiegt. Er führt über Geröllfelder in Serpentinen hinunter ins Bodetal und mündet an der Teufelsbrücke auf dem Harzer-Hexen-Stieg. Jetzt sind es nur noch wenige Schritte bis zur Gaststätte Königsruhe. Hier stärken wir uns bei einer Brotzeit. Weiter geht es über die Jungfernbrücke, sie überspannt die Bode, direkt auf den ausgeschilderten Weg durch den Hirschgrund. Es ist ein sehr steiler und schattiger Zickzackweg - hier ist gute Kondition erforderlich. Er führt hoch zum Hexentanzplatz. Nach gut 1,5 Stunden anstrengender Kraxelei erreichen wir das Plateau. Der weitere Weg führt am Tierpark vorbei auf den sagenreichen Hexentanzplatz. Der Hexentanzplatz - Das sagenhafte Bergplateau Der Hexentanzplatz erhebt sich 239 m über der Bode, damit überragt er die Roßtrappe um 48 m. In dieser faszinierenden Landschaft sind viele Sagen und Mythen zu Hause. Dichter wie Fontane, Goethe und Eichendorff haben sich von der wildromantischen Kulisse inspirieren lassen. Für Forscher und Historiker sind Hexentanzplatz und Roßtrappe heilige Stätten unserer germanischen Vorfahren.
Als weitere touristische Attraktionen befinden sich hier eine Bobbahn, die Walpurgishalle, die Bergstation der Seilbahn sowie das Harzer Bergtheater und diverse gastronomische Einrichtungen. Und es wundert nicht, dass sich hier Teufel und Hexen in Denkmalform präsentieren, sie erwachen erst in der Walpurgisnacht. Für uns stellt sich die Frage, welchen Rückweg schlagen wir ein? Fahren wir mit der Seilbahn hinunter ins Tal und anschließend mit dem Sessellift hoch zur Roßtrappe, oder wandern wir die Strecke wieder zurück. Wir entscheiden uns für die Wanderung und wählen als Rückweg die Hexenstiege. Bevor wir jedoch wieder ins Bodetal absteigen, besuchen wir den Tierpark. In dem gepflegten Areal leben etwa 70 Tierarten. Das Bodetal - Eine imposante Felsenschlucht Besonders faszinierend ist eine Durchquerung des wildromantischen Bodetals. Dazu stellen wir in Treseburg unser Auto ab und starten zur Tour durchs Bodetal (ca.10 km). Der überwiegend schattige Harzer-Hexen-Stieg führt fast immer neben der tosenden Bode entlang. Das Wasser scheint zu kochen, wenn es Felsen überspringt, sich durch den bekannten Bodekessel strudelt und sich den Weg durch das wild zerklüftete und felsige Bett sucht. Die waldreiche Schlucht zwängt sich regelrecht durch die steilen Felshänge. Jetzt rücken die Felsen noch enger zusammen, das Tal wird schmaler und düsterer.
Beeindruckend ist der Bodekessel, umgeben von 200 m hohen Granitfelsen. Wie in einem Geologielehrbuch präsentieren sich die Auswaschkehlen und Strudeltöpfe. Tosend stürzt sich der wild schäumende Gebirgsfluss in den tiefen Felsenkessel - überspringt das quellklare Wasser der Bode die steinigen Hindernisse.
Der Wanderweg führt am Goethefelsen, der Teufels - und der Jungfernbrücke vorbei und mündet an der Talstation der Seilbahn. Nach gut 2,5 Stunden erreichen wir Thale. Hier legen wir die Mittagspause ein, schauen uns im Ort etwas um. Von hier kann man mit dem Bus nach Treseburg zurück fahren. Wir schultern jedoch die Rucksäcke und wandern wieder durch den "Grand Canyon" von Deutschland zum Ausgangspunkt zurück. |











