Hanskühnenburg - Der Brocken des WestharzesRundwanderweg im Nationalpark - Einkehr mit guter FernsichtViele Wege führen nach Rom, ebenso viele zur Hanskühnenburg. Wir erreichen unser Ziel, die Nationalpark-Waldgaststätte Hanskühnenburg, über den Acker-Rundwanderweg (Blaues Dreieck). Unsere Tour beginnen wir am Großparkplatz Stieglitzeck an der Harzhochstraße.
Vom Aussichtsturm der Hanskühnenburg wandert der Blick bei guter Sicht hinüber zum Brocken und weit in das Harzvorland. Die Gaststätte liegt auf einer Höhe von 811 Metern, sie wurde nach der gleichnamigen Felsformation in der Nähe benannt. Unter Wanderfreunden gilt die Hanskühnenburg als der "Brocken des Westharzes".
Die Felsformation Hanskühnenburg verdankt ihren Namen einer Sage. Hans der Kühne, ein Ritter, soll auf dem Höhenzug eine Burg besessen haben. Eines Tages entführte er eine Jungfrau auf seine Burg. Diese Tat wurde ihm zum Verhängnis. Die Gebete der Jungfer wurden erhört. Ein Unwetter ließ die Burg und den Ritter in den Boden versinken. Zurück blieb bis heute ein viereckiger, 8 m hoher Steinblock, der Hanskühnenburgfelsen.
Schöne Eindrücke und weitreichende Blicke über das nördlichste deutsche Mittelgebirge bietet der Acker-Rundwanderweg auf seinem nordwestlichen Abschnitt - dem 'Reitstieg'. Es ist einer der schönsten Wanderwege im Nationalpark Harz. Er ermöglicht Einblicke in eine fast einmalige Moor-Heide-Landschaft. Gegenwärtig blüht das Heidekraut in voller Pracht, die reifen Blaubeeren warten auf die Ernte. Führt der Weg bis jetzt fast auf einer Höhe bis zum Auerhuhnplatz, wandelt sich jetzt das Höhenprofil schlagartig. Fortan erwartet uns ein steiler Anstieg hinauf zum Ackerkamm. Bei unserer Tour bewandern wir fast den ganzen Bergzug dessen Name 'Auf dem Acker' nichts mit Feldbau zu tun hat, sondern sich vom Mittelhochdeutschen 'agger' ableitet, was soviel wie Kamm oder Wall bedeutet. Der 5. August 2006 wird uns wohl noch länger in Erinnerung bleiben. Obwohl unsere Wanderung bei strahlendem Sonnenschein begann, endete sie in einer Sintflut. Kurz nach unserer Rast an der Hanskühnenburg zog sich der Himmel schlagartig zu und öffnete die Schleusen. Trotz Regenschutz kommen wir nach knapp 2 Stunden pitschnass am Ausgangspunkt an. Am 4. August 2007 schnüren wir erneut am Großparkplatz am Stieglitzeck die Wanderschuhe und steuern das beliebte Ausflugslokal an. Diesmal wandern wir hinwärts über die Ackerstraße. Auf dem Rückweg tangieren wir den Auerhuhnplatz. Bei dieser Tour erfreuen wir uns in weiten Bereichen an den lila Blüten der Erika. Auch die Heidelbeeren sind schon dunkelblau. Diesen Farbton haben nach kurzer Zeit unsere Zungen, denn wir naschen die süßen Früchtchen gleich Händeweise.
Apropos Auerhuhnplatz - In freier Wildbahn haben wir keins der scheuen Auerhühner entdeckt, die hier ihre Heimat haben. Deshalb besuchen wir nach der Wanderung das Auerhuhngehege in Lonau. |










