Farbliche Kontraste bei erlebnisreicher Unstruttour

Pfingstausflug - Mit dem Rad von Sömmerda nach Artern

Tourlänge: Unstrutradweg - 1. Tour: 42 Kilometer - 2. Tour: 57 Kilometer

Jede Jahreszeit hat in der Unstrutregion ihre ganz speziellen Farben. Die Natur inszeniert hier atemberaubende jahreszeitliche Stimmungsbilder. Im Frühjahr stehen die unzähligen weißen und rosaroten Blüten an den knorrigen Obstbäumen im farblichen Kontrast zu den grellgelben und honigduftenden Rapsfeldern. In weiten Bereichen erweitert das satte Grün der jungen Saat das bunte Spektrum. Durch die dekorativen Schönwetterwolken sowie die romantischen Fotomotive empfinden wir, als würden wir durch eine Farbpostkarte radeln.

Farbliche Kontraste - Blühende Obstbäume und gelbgrüne Rapsfelder bei Artern.

Bei Kaiserwetter starten wir am Pfingstmontag in Sömmerda und peilen die Unstrutmetropole Artern an. Bevor wir jedoch den Radweg erreichen, pedalen wir an einigen Sehenswürdigkeiten in Sömmerda vorbei.

Sömmerda: Stadtmauer und Wachtürme dokumentieren die mittelalterliche Wehrhaftigkeit. Die Stadt ist auch die Heimat meines Fujitsu-Siemens-Laptops.

Die Infrastruktur ist stimmig. Der Unstrutradweg ist in einem sehr guten Zustand, die Beschilderung ist perfekt und an Einkehrmöglichkeiten mangelt es nicht.  Wir radeln bei strahlendem Sonnenschein  im Sonntagsfahrertrott  auf dem Unstrutradweg nordwärts. Die träge dahin fließende Unstrut begleitet uns.

Während wir gemütlich in die Pedale treten, gibt die Sonne Vollgas und ballert mit voller Wattzahl vom Himmel. Sie lässt das Quecksilber auf 25 Grad springen. So macht der Wonnemonat seinem Namen alle Ehre und versprüht seinen Charme.

Leubingen: Ein monumentales Denkmal entdecken wir im Ort - Den Leubinger Grabhügel, er stammt aus der Bronzezeit. In der Jetztzeit entstand die neue Brücke.

Gorsleben: Eine historische Sonnenuhr mit dem schaurigen Namen der "Tod von Gorsleben"  zeigt uns in dem Unstrutort die Zeit an. Das Natursteinrelief entstand 1698. Es trägt zwei Sinnsprüche: Unter der Uhr steht der lateinische Spruch, der übersetzt bedeutet: „Denke daran, dass irgend eine Stunde die letzte für dich ist“. An der linken Seite ist zu lesen: „Unsere Lebenszeit verfleucht, wie ein schneller Schatten weicht.“   Als Schattenwerfer dienen das Sensenblatt und die Heugabel des Gerippes. 
Thüringer Pforte: Die zwei Sachsenburgen und die 12 Bogenbrücke bestimmen das Bild bei Sachsenburg.
Oldisleben: Einen Zeitsprung in die Vergangenheit bieten in Oldisleben das Zuckerfabrikmuseum sowie die Ausstellung von historischer Feuerwehrtechnik.

Heldrungen: Imposante Spuren der Geschichte finden wir in der Wasserburg Heldrungen. Im Ort steht auch die Wiege der begehrten Zwiebelrispen. 

Schönfeld: Romantik pur - In die liebliche Unstrutaue duckt sich die Kirche von Schönfeld.

Artern: Ein Hingucker ist das Rathaus, weitere Sehenswürdigkeiten sind die Solequelle, der Salinepark mit dem  Freibad und die St. Veitskirche.

Von Sömmerda bis Artern sind es 42 familientaugliche Kilometer.

Während bei unserer Pfingsttour der Raps das farbliche Zepter schwang, dominierte bei der 2. Tour am 7. Juni das feurige Rot des Klatschmohns das bunte Spektrum.

Am 7. Juni starten wir erneut zu dieser erlebnisreichen Tour. Doch diesmal fahren wir mit dem Rad von Sangerhausen über Oberröblingen, Edersleben, Voigtstedt nach Artern (12,5 km). Hier starten wir die eigentliche Unstrutradtour.  Der Unstrutradweg schlängelt sich im Kyffhäuserkreis als gut ausgeschilderte touristische Strecke schon in beachtlicher Länge durch Feld und Flur.

Stationen auf der Strecke sind Schönfeld (13,5 km), Reinsdorf (18,8 km), Bretleben (22,2 km) und Heldrungen (26,6 km). Weiter geht es vorbei an  Sachsenburg (32 km), Gorsleben (33,6 km), Etzleben (36 km); Büchel (38 km), Griefstedt (41 km), Leubingen (44,5 km) bis zum  Etappenziel Sömmerda (51 km). Eine Überraschung erwartet uns in Sömmerda. Im Zentrum findet das traditionelle Stadtfest statt.

Zurück ging es mit dem Zug bis Oberröblingen und dann weiter mit dem Drahtesel nach Sangerhausen. Am Ziel in der Rosenstadt zeigte der Tacho gute 57 km an.

Bei der 1. Tour fahren wir mit dem Auto bis Artern und mit dem Zug weiter bis Sömmerda. Nach der Tour laden wir die Räder in Artern wieder auf.

 

 

© Peter Mischur - Rosenstadt Sangerhausen - Nach oben