"Rapsodie in Gelb" verzaubert die Goldene Aue

Streuobstwiesen verwandeln die Landschaft in ein duftendes Blütenmeer

Tourlänge: Etwa 54 Kilometer - Rundkurs

Eine duftende "Rapsodie in Gelb" erleben wir bei unserer Radtour nach Kelbra. Denn auf vielen Äckern in der Goldenen Aue blüht der Raps. Im farblichen Kontrast zu den grellgelben Rapsfeldern blühen die Obstbäume verschwenderisch in weiß und rosa. Bei Tilleda verwandeln  50 000 Bäume die Landschaft in ein duftendes Blütenmeer. Darin eingeschlossen liegt die Königspfalz.

 
Rapsblüte in der Goldenen Aue
In der Goldenen Aue konkurrieren die grellgelben Rapsfelder mit dem Himmelsblau.
 

Von Sangerhausen radeln wir am zweiten Maisonntag über Oberröblingen, Martinsrieth, Brücken nach  Hackpfüffel. Ab Hackpfüffel benutzen wir einen weiteren Radweg. Auf dieser Trasse befand sich einst die Kyffhäuser-Kleinbahn. Sie dampfte von Artern nach Berga.  Am 5. Juni 1966 schnaufte hier der letzte Personenzug - der  Verkehr wurde eingestellt.

Postkartenidylle - Eine Schafherde bei Tilleda und die Blütenpracht in den Streuobstwiesen.

Weiter führt die Etappe über Tilleda und Sittendorf nach Kelbra, unserem heutigen Tagesziel. Im gemütlichen Biergarten der Weidemühle legen wir ein Päuschen ein. Nach der Stärkung schauen wir uns im Tiergehege der beliebten Ausflugsgaststätte um.

Eva "füttert" den Strauß, die Lamas und die drolligen Sumpfbiber mit Leckerlis.

Sehr ursprünglich zeigt sich das liebliche Landschaftsbild der Helme, eingebettet und gewachsen in der Goldenen Aue. Verheerende Hochwasser überschwemmten einst die fruchtbaren Äcker - doch das ist längst Geschichte. Seit etwa 40 Jahren bändigt das Rückhaltebecken Kelbra  den Fluss, und lässt ihn nicht mehr über die Ufer treten. Mit einer Fläche von 600 ha und einem Fassungsvermögen von 35 Millionen m³ ist das Kyffhäusermeer der größte See der Region.

 

Rückhaltebecken Kelbra: Höhe des Damms: 12,7 m, Kronenlänge 
Hauptdamm: 4.066 m, Länge Nebendamm: 3.379 m.
 

Wer jetzt einen kleinen Umweg nicht scheut, kann  weiter in Richtung Stausee fahren und über den Staudamm des Kyffhäusermeeres nach Berga radeln. Alternativ bleibt der Radweg vor der Weidemühle nach Berga.

Erholsam, reizvoll und voller Entdeckungen ist unsere Radpartie. Bunte Singvögel, blitzschnelle Libellen, scheue Kraniche und brütende Störche sorgen neben den vielfältigen Entdeckungen entlang der Strecke für eine abwechslungsreiche Tour.

 



Entdeckungen - Im lauen Frühlingslüftchen drehen sich am Rossberg 
die Windräder, in Roßla zeigt uns eine Sonnenuhr die Zeit an. In Brücken
brüten die Störche und bei Bennungen entstand ein neues Helmewehr.

 

Die Rückfahrt erfolgt auf dem straßenbegleitenden Radweg parallel zur alten B80 über Berga, Roßla, Bennungen, Hohlstedt sowie Wallhausen nach Sangerhausen.

 

 

© Peter Mischur - Rosenstadt Sangerhausen - Nach oben