Goitzsche - Größtes Landschaftskunstprojekt der Welt

Erlebnisreiche Tour um den See - Entdeckungen an den Bitterfelder Seen

Tourlänge: 38 Kilometer

Dort, wo vor Jahren der Braunkohleabbau sprichwörtliche Mondlandschaften hinterließ, befindet sich heute ein anspruchsvolles Sport-, Freizeit- und Erholungsgebiet mit einer hinreißenden Seenlandschaft. Der asphaltierte Goitzschesee-Rundweg erschließt dieses gewaltige Juwel. Gleichzeitig vermittelt er einen eindrucksvollen Überblick über das  flächenmäßig größte Landschaftskunstprojekt der Welt.  

An der Biermannschen Villa am Bernsteinsee in Bitterfeld starten wir am 1. August 2010 zu unseren Entdeckungen an den Bitterfelder Seen. Das sanierte Gebäude wurde 1896 als Wohnhaus im Stil der Neorenaissance errichtet, heute beherbergt es ein Hotel mit Biergarten.

Auf der schmucken Bernsteinpromenade entlang der Bitterfelder Wasserfront treten wir kräftig in die Pedale. Nach kurzer Zeit stoppen  wir an unserer 1. Station - dem schraubenförmigen Pegelturm. Ihn erreichen wir über die 200 m lange schaukelnde Ponton-Seebrücke. Wer von dem 26 m hohen Turm den gewaltigen Panoramablick genießen möchte, muss 293 Stufen hinaufkraxeln. Von hier oben kann die neugestaltete Bergbaufolgelandschaft bewundert werden. Wo einst die Tagebaugroßgeräte Abraum und Kohle baggerten, ist heute eine einmalige Seenlandschaft von etwa 25 Quadratkilometer Wasserfläche entstanden.


Eine Wendeltreppe windet sich um den Pegelturm.

Erste Station ist der 26 m hohe Pegelturm. Aufgeschütteter Sand garantiert Strandfeeling.

Vom Fahrradsattel aus lässt sich die Vielfalt der in den letzten Jahren gestalteten Landschaft am besten betrachten. Ob Schiffsanlegestellen, Badestrände, Einkehrmöglichkeiten und weitere touristische Anlagen, alles ist neu entstanden. Ebenfalls neu sind die Kunstwerke an der Goitzsche. Dazu zählen: Der „Pegelturm“, die „Wächter der Goitzsche", die „Schwimmenden Steinfelder", der „Verschwundene Fluss", die „Labyrinthe", die „Hügel", die „Haut" und das Amphitheater „Agora".


Radeln liegt voll im Trend, von Solo über Tandem bis zum Quadro reicht die Palette.

Bei diesem strahlenden Hochsommerwetter ist Segeln und Surfen angesagt, aber auch für die zahlreichen Sonnenbader finden sich gepflegte Badestellen. Wir schwingen uns jedoch wieder in den Sattel und touren in Richtung der Buchdörfer Friedersdorf-Mühlbeck weiter. Vorbei am Wassersportzentrum Mühlbeck steuern wir jetzt die Halbinsel Pouch an.

 
 
 

Auf der Halbinsel Pouch entdecken wir Kunstinstallationen und Abraumkegel  sowie im Ort  Pouch den historischen Roten Turm.
 

Hinter Pouch schweift der Blick übers Wasser des Döberner Sees. Unser Ausgangspunkt, die Bernsteinvilla, liegt nun schon auf der anderen Seeseite. Schon bald schiebt sich See Nummer drei ins Bild - der Seelhausener See.

Auf unserer weiteren Etappe tangieren wir den Standortübungsplatz. Kurz vor dem Paupitzscher Kreuz legen wir an der Aussichtsplattform ein Päuschen ein. Bevor wir weiter pedalen, besteigen wir die Aussichtsplattform und genießen die Aussicht auf den Neuhauser See. Bis nah an das  schwarze Asphaltband unseres Radweges wächst ein ausgedehnter Kiefernwald. Der würzige Duft dieser Nadelbäume kitzelt uns in der Nase.


Rast am Aussichtsturm...

... beim Paupitzscher Kreuz.

Paupitzscher Kreuz.

Weitere Stationen unserer Erlebnistour sind der Drei-Seen-Blick, die Wächter der Goitzsche, das Arboretum und der Ludwigseeblick. Ein kurzer Blick auf den Holzweißiger Ost-See sowie den Auensee, dann rollt es durch den Stadtwald wieder nach Bitterfeld.


Im Hafen ankert das Ausflugsboot  "Vineta" - es schippert die Gäste über den See.

Die "Blaue Bank" erinnert an die Flut von 2002. Blick über den Stadthafen.
Museumslok                       Museumslok
Technische Ausstellung - Vor der Villa am Bernsteinsee befinden sich diese Museumsloks.

 

© Peter Mischur - Rosenstadt Sangerhausen - Nach oben