Pedalritter erobern die Wasserburg Heldrungen

Entdeckungen im Kyffhäuserkreis / Thüringen - In der Heimat der Zwiebelrispen

Tourlänge: 72 Kilometer 

Mitglieder und Gäste der Kreisgruppe Sangerhausen  des ADFC starten im August zu einer Entdeckungstour in den Freistaat Thüringen. Der Startschuss zu der Heldrungen Fahrt erfolgt am schiefen Jacob in der Rosenstadt. Auf der achten Radtour fungiert Uwe König als Chef de Mission, der sich diese Aufgabe ansonsten mit Eberhard Bader teilt. 27 Radler, vom Kind bis zum Opa, schwingen sich 9 Uhr in den Sattel, und nehmen den 72 Kilometer Kanten unter die Pneus.


Die Bastion der Wasserburg.

Gruppenfoto im historischen Hof der Wasserburg.

Mitglieder und Gäste der Kreisgruppe Sangerhausen  des ADFC starten im August zu einer Entdeckungstour in den Freistaat Thüringen. Der Startschuss zu der Heldrungen Fahrt erfolgt am schiefen Jacob in der Rosenstadt. 27 Radler, vom Kind bis zum Opa, schwingen sich 9 Uhr in den Satte, und nehmen den 72 Kilometer Kanten unter die Pneus.

Auf dem schwarzen Weg geht es nach Oberröblingen. Martinsrieth, Riethnordhausen folgen. Dann überfahren wir die Landesgrenze zu Thüringen und brettern durch den Kyffhäuserkreis. Die abwechslungsreiche Strecke führt über ruhige Landstraßen, staubige Feldwege und gut ausgebaute Radwege. Die Radler aus der Rosenstadt bezogen schon mehrfach Ziele im Kyffhäuserkreis mit in ihre Tourenplanung ein.

Am  Samstag steuern wir Sangerhäuser Radler ein weiteres Topp-Ziel im Freistaat an. Wir erobern mit dem Bike die Wasserburg Heldrungen. Borxleben, Ringleben und  Esperstedt waren weitere Etappenorte auf dem Weg in die Zwiebelmetropole. Diesen schmückenden Beinamen führt Heldrungen bereits seit langer Zeit. Hier steht die Wiege der Zwiebelrispe. Dieses typische landwirtschaftliche Produkt präsentierten die Vorfahren bereits vor gut 400 Jahren zum Zwiebelmarkt in Weimar. 


Heldrungen - Heimat der Zwiebelrispen.

Die 2 Sachsenburgen an der Thüringer Pforte.

Jetzt radeln wir auf einer langen geraden Ortsverbindungsstraße in Richtung Oldisleben. In der Ferne wird bereits die Thüringer Pforte mit den 2 Sachsenburgen sichtbar. Vorbei an den beiden Kiesseen und der ehemaligen Zuckerfabrik, in der sich jetzt ein Museum befindet, touren wir in Richtung Tagesziel. Weiter führt uns der Weg über die Unstrutbrücke und am Heldrunger Naturschwimmbad vorbei, direkt zur Wasserburg. Hier zeigt der Fahrradtacho über 30 Kilometer an. Den angebrachten Hinweistafeln in dem Burgkarree war im Telegrammstil zu entnehmen, dass die Geschichte der Anlage bis ins 12. Jahrhundert zurück reicht. Im Schloss wurde der Bauernführer Thomas Müntzer gefangen gehalten.

Die Anlage ist ein Musterbeispiel für die Festungsbaukunst des Mittelalters. Besonders der doppelte Wassergraben lies die Krieger der vergangenen Jahrhunderte bei der Erstürmung schier verzweifeln. In den letzten Jahren wurde die unter Denkmalschutz stehende Gesamtanlage mit Investitionen im sechsstelligen Bereich grundlegend saniert.

Berg- und Talfahrten, bei der keine Steigung "erschoben" werden musste, erwarten uns auf der Rückfahrt. Wenn mal ein Alltagsradler aus dem Sattel stieg, dann nur, um mit noch mehr Kraft in die Pedale treten zu können. So auch, als wir den Uderslebener Berg bezwingen, der immens in die Beine geht. Doch stets folgt einem langen Aufstieg eine rasante Schussfahrt ins Tal. Diesmal sausen wir nach Udersleben hinunter. Über Ichstedt führt der Weg schnurstracks auf den Festplatz in Hackpfüffel, zur 1100-Jahr-Feier. Bei Kaffee und selbstgebackenem  Kuchen legen wir eine größere Verschnaufpause ein, ehe es dann über Brücken, Martinsrieth, Oberröblingen wieder in die Rosenstadt zurück geht. 

 

 

© Peter Mischur - Rosenstadt Sangerhausen - Nach oben