Modellbahner Roberto Mischur - Bahngeschichte in TT

Name: Roberto Mischur

Hobby: Modelleisenbahn

Anlagengröße: 2,00 m x 1,00 m

Lieblingsmodelle: Dieselloks V180 und V100

 


Im Führerstand einer V180.


Erste Schritte in Richtung digitale Modellbahnsteuerung ging Roberto mit der Lenzkompaktanlage. Bei den Experimenten gab es Kabesalat auf der Platte. Die Weichen werden noch über Magnete gesteuert. Doch diese unzuverlässige Technik lössen bald Stellmotoren ab.

Längst vergangen sind jene Tage, als noch die schnaufenden Dampfloks über die Gleise der Deutschen Reichsbahn donnerten. Heute trifft man die Schienengiganten von einst lediglich bei Sonderfahrten oder im Eisenbahnmuseum.  Doch die Geschichte lebt, lebt im Maßstab von 1:120 auf der Modellbahnplatte fort. In mühseliger Kleinarbeit entsteht die faszinierende TT-Welt.

Die Anlage von Roberto Mischur schreibt regelrecht Bahngeschichte in der Spurweite TT. Geprägt ist die 1m x 2m große Platte von der Epoche 3.  "Bei der Gestaltung lege ich Wert auf detailltreue", sagt der leidenschaftliche Modellbahner. Die Besucher geben ihm recht. Denn sie werden regelrecht in die Vergangenhei versetzt und erleben hautnah deutsche Eisenbahngeschichte.

Doch bevor es so weit war vergingen einige Jahre. Es begann bereits 2007 mit ersten Versuchen. Hier wurde viel mit der Lenzkompaktanlage experimentiert. Ein Gleisplan gab es noch nicht. Im Vordergrund stand die Funktion von Weichen über Dekodersteuerung und die Zugbeeinflussung über Signal. Die ersten Ergebnisse waren zufriedenstellend. Sie genügten jedoch nicht den erwarteten Ansprüchen.


Das Kabelgewirr auf der Platte verschwindet nach den Experimenten und der Umstellung auf digitale Computersteuerung unter die Platte.
Jetzt sind Belegtmelder statt BM2 installiert. Und Dekoder steuern Lichtsignalanlagen sowie die Servomotoren für die Weichen.

Dann der große Schnitt. Umstellung auf digitale Computersteuerung. Schnell war die Software von Traincontroller installiert. Es ist die Spitzenklasse zur digitalen Steuerung einer Modelleisenbahn. Blocksicherung, Weichenstraßenverriegelung sind nur einige Vorteile die einen umfangreichen und abwechslungsreichen Zugbetrieb gewährleisten.

Das Besondere dabei, nur ein Mann steuert den kompletten Ablauf auf der Modellbahnplatte. Faszinierend ist ebenfalls, dass mehrere Züge unabhängig voneinander im selben Stromkreis fahren können. Gegenüber dem konventionellen Betrieb gewährt die Umstellung noch zahlreiche weitere Vorteile.  Das ist ein Siebenmeilenschritt in die richtige Richtung, der jedoch ein gewaltiges Umdenken erfordert.

Ferkeltaxe

In der Zwischenzeit nimmt auch der Gleisplan konkrete Formen an.  Ein Schattenbahnhof entsteht.

Während auf den 2 ovalen der Haupstrecken ständiger Fahrbetrieb herrscht, geht es auf der Nebenbahn gemächlicher zu. Hier schnauft eine 86´er Dampflok den Berg hoch, eine Ferkeltaxe pendelt nach Fahrplan zwischen den Bahnhöfen. Bequem reisen die Fahrgäste mit den Doppeltriebwagen vom unteren Bahnhof über eine halbkreisförmig ansteigende Strecke zum oberen Haltepunkt.

 

In der Nähe kreischen die Gatter eines Sägewerkes. Ganzzüge mit Holzbalken und Holzbohlen beladen, gehen von hier auf die Reise. An der Rampe des Stückgutschuppens verladen zwei blau gekleidet Männer große Holzkisten in einen gedeckten Waggon.  Bevor die 86´er den vollbeladenen Güterwagen abholt, wird sie im kleinen Bahnbetriebswerk entschlackt und mit Kohle und Wasser gefüttert. Nachdem der Heizer den Arm des Wasserkranes zurückschwenkte, hantiert er jetzt mit einer Ölkanne an den Radlagern und Gestängen.

 



Bei den digitalen Modellbahnen ist die Versorgung mit Fahrstrom ein leidiges Thema. Während auf analogen Anlagen teilweise eine Einspeisung für einen Stromkreis ausreicht, benötigt die Digitale eine größere Anzahl. Hier hat sich Roberto was einfallen lassen - über Ringleitungen versorgt er die Gleisabschnitte sowie die Bauteile mit Wechsel- oder Gleichstrom. Und wenns dann doch mal funkt und sich ein Kurzer eingeschlichen hat, ist der Schaden mit dem Voltmeter schnell gefunden. Hier bewährt sich die genaue Kennzeichnung jedes einzelnen Kabels.


Railroad & Co. Traincontroller Silver

Unterbau, Schotterbett, Gleisdämme, Stützwände, Brücken und Vegetation, der Hobbyeisenbahner muss über vielseitige handwerkliche Fähigkeiten verfügen. Stets nach dem Motto - Selbst ist der Mann. So auch beim Gleisunterbau. Im speziellen Fall aus Korkplatten geschnitten und mit dem Bandschleifer bearbeitet.

 

 

 

  • kleines Gleisbild großes Gleisbild
    Fahr mit der Maus über das Gleisbild.

Dampflok BR 86 245
Dampflok BR 86 245

Als versierter Modellbauer muss man auch ein geschickter Holzwurm sein. Die erste Herausforderung ist die Fertigung der verwindungssteifen Modellbahnplatte. In der Zwischenzeit fliegen auf der Kreissäge wieder die Späne, als eine Sperrholzplatte für den oberen Bereich ausgesägt wird. Hier sind in einer Art 2. Etage ein Lokschuppen mit kleinem Bahnbetriebswerk, ein Haltepunkt sowie ein Sägewerk beheimatet. Unter dieser Platte versteckt sich der dreigleisige Schattenbahnhof.

Für einen Wasserdurchlauf muss eine Brücke gebaut werden. Mit dem Dremel wird das Muster von behauenen Natursteinen in die ausgesägte Sperrholzplatte eingefräßt. Zwei graue Farbanstriche folgen. Nach gut 2 Stunden Arbeit kann die "gealterte" Brücke montiert werden. So entsteht in Handarbeit jedes einzelne Detail. So auch die zwei Tunnelportale. Sie werden ebenfalls aus Sperrholz ausgesägt. Der Dremel zaubert das Natursteinmauerwerk auf die Stirnseiten der Tunneleinfahrten. Jetzt folgen mehrere Farbanstriche. Ziel der Pinselei ist es, die Portale alt aussehen zu lassen. Noch einige grünliche Pinseltupfer für die bemoosten Steine, und das Resultat kann sich sehen lassen.

Diesellok V100 031

Diesellok V100 031

Diesellok V180 104

Diesellok V180 104


E-Lok ES 64 U2 - 041

Fahr mit der Maus über den Güterwagen.

 

Um das Lebensgefühl der 60er bis 80er Jahre auf der Platte echt wirken zu lassen, tüftelt der Anlagenbauer bis ins filigranste Detail. Dazu werden Häuser und Bahngebäude aus jener Zeit in Szene gesetzt. Doch zuvor müssen die Modellbauteile akribisch aus den Spritzgussformen gelöst werden. Danach werden sie behutsam entgratet und mit Spezialkleber passgenau zusammengefügt. So entstehen unter den geschickten Händen des Anlagenbauers das Sägewerk, ein Wasserturm, das Stellwerk sowie der Bahnhof und das Bahnbetriebswerk mit Bekohlung, zwei Wasserkränen und der Entschlackung. Vervollständigt werden die Bauwerke durch den zweiständigen Lokschuppen, eine größere Glockengießerei und diverse Wohnhäuser mit Nebengelass.

                                   
Im September 2013 beginnt der Landschaftsbau.
                                   

Baufortschritt Weihnachten 2013

                   

                     

                   

Baufortschritt Weihnachten 2014

                           


Testfahrten Teil 1


>

Testfahrten Teil 2




 

Sonderseite Roberto 50