Modellbahner Roland Eberhart

Roland Eberhart

Hobby: Modelleisenbahn

Anlagengröße: 3,00 m x 2,60 m

Lieblingsmodell: Dampflok 18 201

 

Seit knapp 60 Jahren schlägt das Herz von Roland Eberhart für die Eisenbahn im Miniaturformat. Mit seiner Modellbahnwelt im Maßstab 1:87 erfüllt er sich jetzt einen lang gehegten Kindheitstraum. Der heute 71-Jährige steuert auf der 16,5 mm-Spur den kompletten Ablauf in einem Bahnbetriebswerk sowie den planmäßigen Zugverkehr. Beginnend beim Anheizen der Dampfloks im 3-ständigen Ringlokschuppen, über die Bekohlung und Entschlackung bis zum Wassernehmen.


Auf der 3,00 m x 2,60 m großen Anlage können vier Züge gleichzeitig verkehren.
Seine erste HO-Anlage bekam Klein Roland zum 10. Geburtstag geschenkt. Seitdem fasziniert ihn die Modellbahnwelt. Noch heute existieren wahre Schätze aus  dieser Zeit. Dabei präsentiert er eine Dampflok der 24er-Baureihe. Fast liebevoll öffnet er die Originalverpackung und sagt: "Diese Lok habe ich 1952 für 49,50 Mark von meinem Taschengeld gekauft."


Lokparade - die Palette reicht von der 24er Baureihe von 1952 bis zur V118 aus dem Jahr 2010.

Auf weiteren Strecken donnern die D-Züge im Takt des Fahrplanes über die weitläufige Platte. Dagegen zuckeln die Pendelzüge auf der Nebenstrecke im Schneckentempo. "Blumenpflücken ist während der Fahrt verboten", könnte den Mitreisenden geraten werden. "Bei vollem Fahrbetrieb sind 4 Züge gleichzeitig auf den Strecken", erklärt Roland Eberhart, der Eisenbahner mit Herz. Damit dies alles reibungslos läuft, versorgen daumendicke Kabelstränge unter der Platte die gesamte Modellbahnwelt mit Strom.


Insgesamt verfügt der Modellbahner über 37 Lokomotiven und eine große Anzahl an Waggons.

Die herkömmlich verdrahtete Anlage gliedert er in 3 Stromkreise. Sie versorgen die Hauptstrecken, die Nebenbahn sowie den Bereich des Bahnbetriebswerkes mit Fahrstrom. Ein weiterer schier unübersichtlicher Wulst an farbigen Drahtbündeln speist Strom für Signale, Relais, Weichenantriebe, Häuser- und Straßenbeleuchtungen ein. Und wenns dann doch mal funkt und ein Kurzschluss alles lahmlegt, dann ist es für den versierten Modellbahner stets eine Herausforderung, den Fehler zu finden. Doch bis jetzt hat er noch jede Havarie in den Griff bekommen.


Die Epochen gibt er mit 2 und 3 an. "Dabei sind die Übergänge zwischen den Epochen fließend"

In kleiner Fahrstufe rangiert er als Fahrdienstleiter mit der 44er über die Schienen. Behutsam rollt der kraftvolle Dampfgigant ins Gleis 3. Hier koppelt er den bereitstehenden Güterzug an. "Noch fahre ich mit der analogen Technik", sagt der versierte Hobbyeisenbahner. Dabei liebäugelt er schon seit längerer Zeit mit der digitalen Technik. Doch das ist noch Zukunftsmusik.

Mit viel Fingerspitzengefühl und einer gehörigen Portion Erfahrung steuert Roland Eberhart den Zugverkehr.
Bei der Gestaltung legt er viel Augenmerk auf die Details. So malte er eine Ferkeltaxe mit viel Ideenreichtum um, und läßt sie jetzt in den Farben und mit dem Logo der Usedomer Bäderbahn über die Anlage rollen.

Die Liebe zum Detail spiegelt sich ebenfalls in den Tunnelportalen sowie im Holzfällerlager wider.

Eine besondere Rarität - die schwere Güterzuglok 45 026.

Die steile Nebenstrecke führt über einen gewaltigen Viadukt zum oberen Bahnhof.
Um einen reibungslosen Fahrbetrieb zu garantieren, überwachen Kameras den Ablauf im Schattenbahnhof. Ein Blick auf den Monitor gibt ihm die Gewissheit, dass quasi unterirdisch alles planmäßig verläuft. Während die Züge auf der Hauptstrecke nur im ebenen Bereich fahren und dabei zahlreiche Tunnel passieren, windet sich die Nebenbahn über ein langgezogenes Brückenbauwerk hoch zum oberen Bahnhof.

Im Bahnbetriebwerk werden die zahlreichen Dampfloks mit Kohlen und Wasser versorgt.
Die Größe gibt der leidenschaftliche Modellbahner mit 3,00 x 2,60 m an. Da die bestehende Platte bereits voll ausgereizt ist, schuf er mit einer U-förmigen Anlage entlang der Wand ein weiteres Stück Modellbahn. Hier donnern der ICE 1 und sein belgischer Bruder im Minutentakt über die langen Geraden. Selbstständig pendeln die Züge zwischen den Kopfbahnhöfen. Dafür sorgt ein ausgeklügeltes Steuerungssystem. Faszinierend.

Die Hochgeschwindigkeitszüge donnern über die Gleise der U-förmigen Anlage.


XXL-Ansicht

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